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Waylo - Als Mama noch bei uns war...

Tierschutz

Beschreibung

Update Oktober 2026 – Fürs Mitgefühl inzwischen zu groß?

Als Waylo klein war, musste man niemandem erklären, warum er Schutz brauchte. Ein Hundekind ohne Mama, eingesperrt, mit einer verletzten Hinterpfote. Man wollte ihn am liebsten einpacken und ihm sagen, dass jetzt alles gut wird.

Heute ist Waylo 59 Zentimeter groß. Und plötzlich müssen wir erklären, warum er noch immer Hilfe braucht. Als hätte er mit seinen langen Beinen auch gelernt, keine Angst mehr zu haben.

In seinem ersten Text wollte seine Mama ihm alles beibringen. Dann wurde er von ihr getrennt. Er kam ins Lager, und dort ist er größer geworden. Menschen und ihre Berührungen sind ihm bis heute nicht vertraut. Was andere Hunde durch viele kleine, freundliche Begegnungen lernen dürfen, konnte für Waylo nicht selbstverständlich werden.

Dabei lebt er längst mit anderen Hunden zusammen: Seinen Zwinger teilt er mit Rüden und Hündinnen. Bei uns Zweibeinern weiß er dagegen noch nicht, woran er ist. Kommen wir näher, läuft er weg.

Das ist zunächst seine Antwort: Abstand. Stellen Sie sich vor, jemand möchte Sie kennenlernen. Sie fühlen sich unwohl und treten zurück. Der andere folgt Ihnen, schließlich meint er es gut. Sie weichen erneut aus. Irgendwann können Sie nicht weiter. Für Waylo wird aus einer Annäherung dann eine Situation, aus der er keinen Ausweg mehr sieht. Fühlt er sich in die Enge gedrängt, wehrt er sich. Überzeugt wirkt er dabei nicht, es ist eher ein letzter Hilferuf. Die Tierschützer beschreiben dies als angstbedingte Abwehr.

Es fällt schwer, das über ihn zu schreiben. Weil wir wissen, wie schnell ein solches Verhalten alles andere überdeckt. Dann bleibt beim Lesen womöglich nur seine Abwehr hängen. Nicht der Hund, der vorher alles versucht hat, um auszuweichen.

Waylo verdient Menschen, die schon dieses Weggehen verstehen. Die ihm zeigen können, dass Abstand respektiert wird und ihn kommen lassen. Dass eine Begegnung enden darf, bevor sie ihm zu viel wird. Für ihn wäre das eine wichtige Erfahrung.

Und dann sind da seine Geschwister. Wasker, Wixelle und Woola haben inzwischen alle ein Zuhause gefunden. Eines nach dem anderen wurde abgeholt, und Waylo hat zugesehen, wie die Menschen kamen und wieder gingen, ohne ihn mitzunehmen. Heute ist er ohne sie. Das letzte bisschen Vertrautheit, das er hatte, ist fort. Wir können ihm nicht erklären, warum. Er versteht sicher nicht, warum ausgerechnet er nicht gewählt wurde. Vielleicht fragt er sich, was an ihm falsch ist.

Wie schnell Vertrauen wachsen könnte, können wir nicht versprechen. Aber wir möchten, dass er die Gelegenheit dazu bekommt. Hinter Gittern fehlen ihm weiterhin die regelmäßigen, verlässlichen Begegnungen, die ihm helfen. Während draußen über ihn nachgedacht wird, vergeht dort sein Leben.

Wenn Sie Waylo einen passenden Platz bieten könnten, rufen Sie bitte seine Vermittlerin an. Vielleicht schauen Sie noch einmal auf seine Fotos. Suchen Sie darin den kleinen Jungen aus dem ersten Text. Er ist größer geworden und braucht heute andere Hilfe als damals. Aber jemanden, der es gut mit ihm meint und seine Unsicherheit versteht, braucht er noch immer.

 

Videos finden Sie auf unserer Homepage.

 

„Als wir noch in Mamas Bauch waren, wussten wir schon, dass sie sich um uns kümmern und uns ganz doll liebhaben wird. Sie hat immer gesagt: „Meine Kleinen werden es mal gut haben und ich werde ihnen alles beibringen, was sie können müssen." Und dann, als wir auf der Welt waren und überhaupt noch nichts sehen konnten, hat Mama ihr Versprechen gehalten. Sie hat uns gewärmt und wir konnten die feine Milch trinken… das war jedes Mal ein Gedränge, aber trotzdem hat jeder von uns immer seinen Teil bekommen. Es war eine schöne Zeit. Aber sie dauerte nicht lange. Plötzlich war Mama weg und Männer kamen und packten uns. Wir haben alle so geweint und wussten nicht, was wir machen sollten. Dann haben sie uns wieder gepackt und uns in einen Käfig geworfen. „So, jetzt seid ihr, wo ihr hingehört“, haben sie gesagt, die große Tür abgeschlossen und sind gegangen. (Mama konnte uns nicht mehr beibringen, dass man sich vor den Hundefängern in Acht nehmen muss.)

Jetzt sitzen wir hier, eingesperrt und ohne Mama. Zum Glück durften wir aber zusammenbleiben. Manchmal spielen wir ein bisschen. Mama hat immer gesagt, Spielen sei wichtig, damit man sich gut entwickelt. Also spielen wir. Und dann kamen eines Tages Menschen, die ganz anders waren. Nicht so grob, wie die Menschen, die uns eingesperrt haben. Sie haben uns vorsichtig angeschaut und leise mit uns gesprochen. Sie haben gesagt, dass sie Mama zwar nicht finden können, aber sie wollen uns helfen, hier wieder rauszukommen. Das geht aber nur, wenn wir ein Zuhause finden. Und dafür, so haben sie gesagt, müssen wir uns bewerben. Auweia… wir sind doch noch so klein. Wie soll man denn als kleines Hundekind wissen, wie das geht? Warum wissen diese Tierschützer das denn nicht.“

Wir sind auch Tierschützer und wir verstehen das. Unser kleiner Waylo ist ein Hundekind, das noch nicht viel kennt. Er ist ein wenig schüchtern und den Kontakt mit Menschen ist er noch nicht gewöhnt. Dazu kommt, dass er eine Wunde an seiner rechten Hinterpfote hat und, wie einige seiner Geschwister, mit Dermatitis zu kämpfen hat. Das alles macht seinen Start ins Leben nicht gerade leicht. Aber Waylo ist tapfer und wird mit der richtigen Fürsorge, Geduld und Liebe sicher schnell merken, dass es auch eine freundliche Welt gibt. Mit anderen Hunden ist er ein wenig vertraut - immerhin hat er ja seine Geschwister. Alles andere wird er von, bei und vor allem mit seiner neuen Familie lernen. Bis auf eine Sache: Wie man ein allerbester Freund für immer wird – das weiß Waylo nämlich schon.

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Steckbrief

Alter: 9 Monate
  • Herkunftsland:
    Italien
  • Geschlecht:
    männlich
  • Geburtsdatum:
    01.01.2026
  • Kastriert:
    ja
  • Grösse:
    Mittel (10 kg–25 kg)
  • Rasse:
    Mischling
  • Fellart:
    Kurzhaar
  • Gechippt:
    ja
  • Verträglich mit:
    Hunden
  • Gebühr:
    Euro 570
  • Aufenthaltsort:
    Tierheim
  • Aufenthaltsland:
    Italien

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