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Abklärungen im Vorfeld

Einen Hund adoptieren

Bevor man sich entscheidet, einen Hund zu adoptieren, gibt es einige wichtige Überlegungen und Vorbereitungen zu treffen. Diese Abklärungen sind entscheidend, um sicherzustellen, dass die Adoption sowohl für den Hund als auch für den neuen Besitzer bestmöglich verläuft.

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Ratgeber Hund adoptieren

Im Ratgeber bekommen Sie Antworten und Tipps auf viele Fragen zur Adoption eines Hundes.

Organisationen die den Ratgeber empfehlen

Persönliche und Familiäre Überlegungen

1. Lebensstil und Zeit

  • Habe ich genug Zeit, mich um einen Hund zu kümmern?
    Ein Hund braucht tägliche Spaziergänge, Beschäftigung, Training und Zuwendung.
  • Wie passt ein Hund in meinen derzeitigen Lebensstil?
    Beruf, Freizeitaktivitäten und Reisen müssen in die Planung einbezogen werden.

2. Allergien

  • Gibt es in meinem Haushalt Personen mit Allergien gegen Hundehaare oder -schuppen?
    Dies ist eine entscheidende Frage, die oft übersehen wird.

3. Langfristige Verpflichtung

  • Bin ich bereit, mich für die nächsten 10-15 Jahre oder länger um einen Hund zu kümmern?
    Ein Hund bedeutet eine langjährige Verpflichtung mit emotionalen und finanziellen Aspekten.

Wohnsituation und Umgebung

1. Mietverhältnis

  • Ist in meiner Mietwohnung oder meinem Mietshaus die Haltung von Hunden erlaubt?
    Es ist wichtig, dies vor der Adoption mit dem Vermieter abzuklären.

2. Wohnungsgrösse und Sicherheit

  • Bietet meine Wohnung ausreichend Platz für einen Hund?
  • Gibt es in meiner Umgebung ausreichend Grünflächen, Wald oder Parks, um dem Hund genügend Auslauf zu bieten?

3. Gefahrenquellen

  • Sind gefährliche Pflanzen, Kabel oder andere potenzielle Gefahrenquellen in meinem Zuhause beseitigt?
    Eine hundesichere Wohnung ist wichtig.

Finanzielle Überlegungen

1. Kosten der Anschaffung

  • Welche Kosten entstehen bei der Adoption?
    Neben der eigentlichen Anschaffung gibt es weitere finanzielle Verpflichtungen.
  • Tipp: Ein separates Tierkonto einrichten, auf das man monatlich einen festen Betrag überweist. So kann man im Notfall, etwa bei einer teuren Operation, finanzielle Sorgen vermeiden.

2. Laufende Kosten

  • Kann ich die regelmäßigen Ausgaben für Futter, Pflege, Zubehör, Training und medizinische Versorgung langfristig tragen?
    Tierarztkosten können bei Krankheiten oder Verletzungen erheblich sein.

Gesundheits- und Verhaltensfragen

1. Gesundheitscheck

  • Habe ich Zugang zu einem guten Tierarzt, der meinen Hund untersuchen kann?
    Gesundheitliche Vorsorge ist für eine lange und gesunde Lebensdauer des Hundes wichtig.

2. Verhaltensprobleme

  • Bin ich darauf vorbereitet, mit eventuellen Verhaltensproblemen wie übermässigem Bellen, Ängstlichkeit oder Unsauberkeit umzugehen?
    Geduld, Training und möglicherweise professionelle Hilfe sind hier oft gefragt.

Auswahl des richtigen Hundes

1. Rasse und Persönlichkeit

  • Welche Hunderasse passt zu meinem Lebensstil und meinen Erwartungen?
    Jede Rasse hat unterschiedliche Bedürfnisse und Charaktereigenschaften.
  • Bevorzuge ich einen Welpen oder einen älteren Hund?
    Beide haben ihre eigenen Vorzüge und Herausforderungen.

2. Herkunft des Hundes

  • Woher möchte ich meinen Hund adoptieren?
    Von einer Tierschutzorganisation, einem Tierheime oder über eine Privatperson die ihren Hund abgeben muss. Es gibt verschiedene Optionen, die jeweils Vor- und Nachteile haben.

Die Adoption eines Hundes ist eine bedeutende Entscheidung, die gut durchdacht und vorbereitet sein sollte. Mit den richtigen Abklärungen im Vorfeld kann man sicherstellen, dass der neue Hund ein glückliches und gesundes Leben in seinem neuen Zuhause führen wird.

Häufige Fragen zur Hundeadoption in der Schweiz

Was kostet es, einen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren?

Tierschutzorganisationen und Tierheime erheben eine Schutzgebühr. Sie ist kein Kaufpreis, sondern deckt einen Teil der Kosten, die für den Hund bereits angefallen sind: Kastration, Impfungen, Chip, Entwurmung, tierärztliche Untersuchungen und bei Hunden aus dem Ausland die Transportkosten.

Wie hoch sie ausfällt, unterscheidet sich von Organisation zu Organisation.

Wir haben die Hundeinserate auf tieronline.ch ausgewertet. Grundlage sind die Angaben von 59 Tierschutzorganisationen und Tierheimen, die auf unserer Plattform Hunde inserieren und dabei eine Schutzgebühr in Franken nennen (Stand: August 2026). Damit einzelne grosse Organisationen das Ergebnis nicht verzerren, zählt jede Organisation gleich viel, unabhängig davon, wie viele Hunde sie vermittelt.

Herkunft des Hundes Übliche Schutzgebühr Mittelwert
aus Schweizer Tierheimen CHF 400 – 750 rund CHF 600
aus dem Auslandstierschutz CHF 450 – 650 rund CHF 500

Über alle Hundeinserate auf tieronline.ch hinweg liegt die Schutzgebühr meist zwischen CHF 440 und CHF 680. Nach oben und unten gibt es Ausreisser: Die niedrigsten Gebühren beginnen bei rund CHF 100, die höchsten liegen bei etwa CHF 880.

Dazu kommen laufende Kosten, die vor der Entscheidung eingeplant werden sollten: Futter, Tierarzt, Haftpflichtversicherung, Hundesteuer der Gemeinde und gegebenenfalls Hundeschule oder Betreuung.

Vorsicht bei Inseraten ohne Gebührenangabe. Fragen Sie in diesem Fall nach, bevor Sie sich festlegen, und zwar nicht nur nach der Höhe, sondern auch danach, was damit gedeckt ist. Seriöse Organisationen nennen die Schutzgebühr offen und können erklären, wofür sie verwendet wird. Ausweichende Antworten oder Nachforderungen sind ein Warnsignal.

Dazu kommen laufende Kosten, die vor der Entscheidung eingeplant werden sollten: Futter, Tierarzt, Haftpflichtversicherung, Hundesteuer der Gemeinde und gegebenenfalls Hundeschule oder Betreuung.

Wie läuft eine Adoption von einem Hund ab?

Der Ablauf ist bei den meisten Organisationen ähnlich:

  1. Inserat und Kontaktaufnahme. Sie finden einen Hund, der zu Ihrer Lebenssituation passt, und schreiben die inserierende Organisation direkt über das Inserat an. tieronline.ch vermittelt selbst keine Tiere und gibt keine Kontaktdaten heraus. Die Anfrage läuft immer über die Plattform.
  2. Gespräch und Fragebogen. Die Organisation klärt Wohnsituation, Erfahrung mit Hunden, Arbeitszeiten und Betreuung im Urlaub.
  3. Vorkontrolle. Viele Organisationen besuchen den künftigen Wohnort, oft auch, um Garten und Umgebung anzusehen.
  4. Kennenlernen. Bei Hunden im Inland ein Besuch im Tierheim oder auf der Pflegestelle, bei Auslandshunden meist über Videos, Berichte der Pflegestelle und Gespräche.
  5. Schutzvertrag und Schutzgebühr. Der Vertrag regelt unter anderem, dass der Hund nicht weitergegeben werden darf und bei Problemen an die Organisation zurückgeht.
  6. Übergabe. Bei Auslandshunden nach der Ausreisekontrolle und dem Transport.
Welche Vorschriften gelten für Hunde aus dem Ausland?

Für die Einfuhr gelten feste Regeln. Sie schützen vor Tollwut und erschweren den illegalen Welpenhandel.

In den meisten Fällen kümmert sich die Organisation darum. Wer einen Hund über ein Tierheim oder eine Tierschutzorganisation adoptiert, muss die Einfuhr nicht selbst abwickeln. Trotzdem lohnt es sich zu wissen, was gelten muss. So erkennen Sie, ob eine Organisation sauber arbeitet.

Für Hunde aus EU- und EFTA-Staaten gilt:

  • Kennzeichnung: Der Hund braucht einen Mikrochip. Er muss vor der Tollwutimpfung gesetzt worden sein, sonst zählt die Impfung nicht. Eine Tätowierung wird nur anerkannt, wenn sie vor dem 3. Juli 2011 angebracht wurde.
  • Heimtierausweis: Ein gültiger EU-Heimtierausweis muss vorliegen.
  • Tollwutimpfung: Sie ist frühestens ab einem Alter von 12 Wochen möglich, und zwischen Impfung und Einreise müssen mindestens 21 Tage vergehen. Ein Hund kann also frühestens mit etwa 15 Wochen einreisen.
  • Sehr junge Welpen: Unter 56 Tagen dürfen sie nur zusammen mit der Mutter oder einem Ammentier einreisen.
  • Anzahl: Ab mehr als fünf Tieren gilt die Einfuhr als gewerblich, mit entsprechend strengeren Auflagen.

Kommt der Hund aus einem Land ausserhalb der EU und EFTA, richten sich die Anforderungen nach dem Tollwutrisiko des Herkunftslandes. Je nach Land kommt eine Blutuntersuchung auf Tollwut-Antikörper dazu, die deutlich Zeit braucht. Die verbindliche Auskunft dazu gibt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen.

Traces-Registrierung und Handelsbewilligung: Organisationen, die Hunde gewerbsmässig oder karitativ importieren, brauchen eine Bewilligung und müssen die Einfuhr im System Traces anmelden. Auf tieronline.ch prüfen wir diese Unterlagen. Organisationen, die sie vorgelegt haben, tragen das grüne Prüfzeichen.

Wichtig für Inserate: Nach Art. 76d der Tierschutzverordnung müssen Anbieter in einer Anzeige vollständige Kontaktdaten, das Herkunftsland des Hundes und sein aktuelles Aufenthaltsland angeben. Fehlen diese Angaben, ist das ein Warnsignal.

Woran erkenne ich eine seriöse Tierschutzorganisation?

Auf tieronline.ch tragen geprüfte Organisationen ein grünes Prüfzeichen. Es bedeutet, dass wir die Unterlagen kontrolliert haben und die Organisation über die gesetzlich notwendigen Papiere für den legalen Tierimport in die Schweiz verfügt.

Darüber hinaus spricht für eine seriöse Vermittlung:

  • Sie stellt Ihnen Fragen und führt eine Vorkontrolle durch. Wer einen Hund ohne jede Rückfrage abgibt, nimmt den Tierschutz nicht ernst.
  • Es gibt einen schriftlichen Schutzvertrag mit Rücknahmeregelung.
  • Die Schutzgebühr wird offen genannt und erklärt. Wer erst auf mehrfaches Nachfragen einen Betrag nennt oder kurz vor der Übergabe nachfordert, ist nicht vertrauenswürdig.
  • Herkunfts- und Aufenthaltsland werden offen genannt.
  • Gesundheitszustand, Verhalten und bekannte Probleme werden ehrlich beschrieben. Nicht jeder Tierschutzhund ist unkompliziert.
  • Sie bleibt nach der Vermittlung erreichbar.

Gewerbliche Tierhändler und Züchter sind auf tieronline.ch nicht zugelassen.

Kann ich einen Hund adoptieren, wenn ich berufstätig bin?

Ja. Entscheidend ist nicht die Anstellung, sondern die Betreuung. Viele Organisationen vermitteln an Berufstätige, wenn der Hund nicht den ganzen Tag allein bleibt. Möglich machen das Homeoffice, Hunde am Arbeitsplatz, ein Hundesitter oder eine Tagesbetreuung.

Manche Hunde kommen mit einigen Stunden Alleinsein gut zurecht, andere gar nicht. Die Organisation kann einschätzen, was für den konkreten Hund passt.

Betreuung finden Sie unter Tierbetreuung.

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Letzte Überarbeitung: 12. August 2026