Oxen - Orbel weiß mehr.
Beschreibung
Update November 2026 –
Wir würden Orbel gern ein paar Fragen stellen.
Wie ist Oxen, wenn ihr unter euch seid? Was interessiert ihn? Gibt es Momente, in denen er ausgelassen ist? Und woran merkst du, dass er seine Ruhe möchte?
Orbel könnte uns vermutlich einiges erzählen. Er teilt den Zwinger mit seinem Bruder und erlebt ihn Tag und Nacht, auch dann, wenn unsere Tierschützer längst wieder gegangen sind. Leider haben wir mit unserem besten Ansprechpartner ein erhebliches Verständigungsproblem. Fragen wir die Arbeiter im Lager, bekommen wir ein Schulterzucken. Wer nie hingesehen hat, hat nichts zu erzählen.
Also halten wir uns an das, was wir selbst beobachten können. Oxen ist gewachsen. Menschen gegenüber zeigt er sich ängstlich und weicht aus. Wird er berührt, legt er sich hin. Auf das Streicheln zeigt er keine erkennbare Reaktion.
Das ist alles, was wir wissen. Orbel weiß mehr. Er kennt einen Alltag mit Oxen, zu dem wir nur kurz Zutritt bekommen. Wir kommen als Besucher, und für einen Hund, dem Menschen ohnehin nicht vertraut sind, macht das einen erheblichen Unterschied. Was wir sehen, ist echt. Es ist aber längst nicht alles, was diesen Hund ausmacht. Vielleicht wäre Orbel über unsere Fragen sogar verwundert. Für ihn ist Oxen schließlich einfach Oxen, ein Gegenüber, mit dem er seinen begrenzten Lebensraum teilt. Wir dagegen versuchen, aus kurzen Begegnungen einen Text zu machen, in dem ein Mensch seinen künftigen Hund entdecken soll.
Keine leichte Aufgabe. Für Oxen schon gar nicht. Er kann uns dabei kaum helfen. Er kann nicht erklären, weshalb er Abstand braucht. Er kann nicht sagen, ob wir langsamer sein sollen oder lieber ganz stehen bleiben. Er weicht aus. Das genügt. Seine Grenze muss man nicht erst erfragen, man muss sie nur sehen.
Was Oxen mag, was ihn ängstigt, wann er sich öffnet: Das erfährt man nur, wenn man bleibt. Im Lager bleibt keiner. So bleibt ausgerechnet Orbel derjenige, der mehr über Oxen weiß als jeder mögliche Besucher.
Für Oxen muss niemand streicheln können. Beobachten muss man können, und warten, bis er von sich aus näher kommt. Das ist die ganze Kunst. Seine Vermittlerin erklärt Ihnen, worauf es sonst noch ankommt.
Vielleicht können Sie ihm diesen Platz geben. Dann hätten wir irgendwann endlich jemanden, den wir anrufen könnten. Wir würden fragen, wie es Oxen geht, und müssten uns mit unserer Neugier wahrscheinlich ein bisschen bremsen. Es wäre das erste Mal, dass uns jemand erzählen kann, was Orbel längst weiß.
Ein Video finden Sie auf unserer Homepage.
Acht kleine Leben und beinahe ebenso viele Versuche, ihnen einen kleinen Vorstellungstext zu schreiben, der zumindest ansatzweise beschreibt, wie ihre Tage und Nächte aussehen, seit sie auf dieser Welt sind. Wie tief muss man in den Abgrund schauen, um ermessen zu können, was passiert ist? Die Geschichte selbst ist, dass Oxen und seine Geschwister in die Finsternis der Hundehölle hineingeboren wurden … auf dem blanken Beton. Vielleicht suchen sie deshalb Schutz in den Ecken oder einfach an der nackten Wand …, weil sie eben nur diese Wand kennen. Sie haben keine, wenn auch manchmal noch so verschwommene, Erinnerung an eine Zeit vor dem Hundelager. Und mitanzusehen, wie sie immer wieder zu dieser Wand laufen, als würden sie von dort Hilfe erwarten oder eine Erklärung, ist kaum zu ertragen. Die Brüder (kürzlich getrennt von ihrer Mutter und den Schwestern) sind nun ganz allein hinter anderen Gittern und ohne das kleine bisschen Schutz, das ihre Mama ihnen hätte geben können. Sie wissen, dass sie nebenan ist, aber sie können sie nicht mehr sehen und ich frage mich, wie empathielos man sein muss, um unschuldigen Hundekindern DAS anzutun, ganz ohne Not.
‚Aber manchmal, für einen winzigen Moment, blitzt etwas auf. Ein kaum erkennbarer Blick oder ein halber Schritt nach vorne. Etwas, das beinahe wirkt wie: Vielleicht ist die Welt doch nicht nur so. - Aber sie sind so flüchtig, diese Momente. Und wenn niemand kommt, um sie festzuhalten, wenn niemand ihnen zeigt, dass es mehr gibt als diese Mauern, dann verschwinden sie wieder. Für immer. Dann werden aus acht kleinen Geschwistern acht Hunde, die nie gelernt haben zu leben, die nie gerannt sind ohne Angst und nie gespielt haben, ohne aufzuschrecken. Und dann wird aus dieser Angst ihr ganzes Leben werden.
Aber noch ist es nicht so weit und noch ist nichts verloren. Die Geschichte von Oxen, Olmo, Olyvia, Olrik, Orbel, Ovidia, Orvin und Ozira kann eine ganz eine andere werden. Aber die Zeit läuft. Denn wenn sie jetzt nicht gesehen werden, wenn niemand kommt, der ihnen zeigt, dass die Welt mehr ist als dieser vermaledeite Kerker, dann wird genau das ihr Leben bleiben. Dann werden sie nie erfahren, wie es ist, gerufen zu werden und zu kommen, ohne Angst haben zu müssen.
Wir suchen Menschen, die verstehen, dass diese Welpen nichts falsch gemacht haben …, dass sie nur am falschen Ort geboren wurden. Menschen, die nicht erwarten, dass diese kleinen Seelen sofort ankommen, sondern sie auf ihrem Weg zu begleiten wollen. Denn wir sind ganz sicher: Wenn man ihnen diese Chance gibt, werden aus diesen acht kleinen Leben, Hunde, die endlich leben dürfen.
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Oxen ist besorgt. Er entfernt sich, wenn man kommt. Er flüchtet sich dann in eine Ecke. Genau so, als wüsste er nicht, wohin er sonst gehen soll. Oxen braucht Menschen, die ihm vorsichtig zeigen, dass er sich frei bewegen kann.
Steckbrief
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Herkunftsland:Italien
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Geschlecht:männlich
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Geburtsdatum:14.12.2025
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Kastriert:nein
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Grösse:Mittel (10 kg–25 kg)
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Rasse:Mischling
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Fellart:Kurzhaar
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Gechippt:ja
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Verträglich mit:Hunden
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Gebühr:Euro 570
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Aufenthaltsort:Tierheim
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Aufenthaltsland:Italien
Kontakt
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