Rafeed - Möge der kleine Drache ihn beschützen
Beschreibung
Update Juli 2026 - Bist du vielleicht meinetwegen hier?
Als wir Rafeed das erste Mal in die Augen blickten, schien sein Blick nur eine einzige Frage zu kennen: „Wo bin ich hier gelandet. Damals wussten wir die Antwort. Er noch nicht. Heute ist das anders. Heute weiß Rafeed vermutlich ganz genau, wo er ist. Und vielleicht gibt es kaum einen traurigeren Gedanken. Denn Hunde gewöhnen sich an fast alles. Selbst an Dinge, an die sich niemand gewöhnen sollte. An Beton unter den Pfoten. An Gitter statt Türen. An den Lärm von Hunderten anderen Hunden, der nie ganz verstummt. An Tage, die alle gleich aussehen. An Mitarbeiter im Lager, die kommen, kurz stehen bleiben und ohne ein nettes Wort wieder verschwinden.
Irgendwann wird selbst das Unvorstellbare zum Alltag. Genau davor haben wir immer Angst. Nicht nur davor, dass ein Hund in einem solchen Lager ankommt. Sondern auch davor, dass er irgendwann aufhört, auf seine Freiheit zu warten. Dass er nicht mehr bei jedem Geräusch aufblickt. Nicht mehr nach vorne kommt. Nicht mehr glaubt, dass einer der Menschen, die am Gitter erscheinen, vielleicht seinetwegen da sein könnte.
Doch so weit ist es bei Rafeed noch nicht. Noch kommt er nach vorne, wenn unsere Tierschützer ihn besuchen dürfen. Erst beobachtet er einen Augenblick. Dann siegt seine Neugier über die Vorsicht und er wagt sich näher. Ruhig, offen und ohne sich aufzudrängen. Fast so, als würde er jedes Mal noch einmal all seinen Mut zusammensammeln und fragen: „Bist du vielleicht meinetwegen hier?“ Noch sucht er den Kontakt. Noch möchte er dazugehören. Noch hat er nicht aufgehört, daran zu glauben, dass Menschen mehr sein können als Gestalten, die kurz vor seinem Gitter stehen und anschließend wieder verschwinden.
Und doch geht auch die selten erlaubten Besuche unserer Tierschützer irgendwann zu Ende. Die Menschen gehen, das Tor schließt sich und Rafeed bleibt zurück. Wieder einmal war niemand seinetwegen gekommen. Und wieder muss seine Hoffnung bis zum nächsten Besuch reichen.
Vielleicht hat ausgerechnet seine Fellfarbe ihm bisher nicht geholfen. Schwarze Hunde werden besonders häufig übersehen. Nicht, weil ihnen etwas fehlt, sondern weil das menschliche Auge oft zuerst an dem hängen bleibt, was heller, auffälliger oder ungewöhnlicher erscheint. Während andere Hunde gesehen werden und ausreisen dürfen, bleiben die Schwarzen zurück. Nicht selten über Jahre.
Dabei müsste man bei Rafeed nur ein wenig länger hinsehen. Dann würde man nicht zuerst einen schwarzen Hund erkennen, sondern einen freundlichen, sozialen Rüden, der friedlich mit Hündinnen und Rüden zusammenlebt. Einen Hund, der sich sogar mit Katzen versteht, entspannt an der Leine läuft und den Kontakt zu Menschen sucht.
Vielleicht wartet Rafeed deshalb noch immer. Nicht auf irgendeinen Menschen, sondern auf den einen, der nicht zuerst seine schwarze Fellfarbe sieht, sondern seine warmen Augen. Seinen leisen Mut. Seine Hoffnung, die trotz allem noch nicht verschwunden ist.
Und vielleicht ist die wichtigste Frage heute gar nicht mehr die, die Rafeed an seinem ersten Tag hatte. Sondern eine ganz andere: Wenn Rafeed eines Tages nach seiner langen Reise aus dem Transporter steigt, müde, verunsichert und noch ohne zu wissen, was nun geschieht – wären Sie dann der Mensch, der vor ihm steht? Der bei dem Rafeeds Antwort auf „Wo bin ich hier gelandet?“ zum ersten Mal lauten dürfte: „Endlich zu Hause.“?
Falls Sie Rafeed gern dieses Zuhause schenken würden, aber noch Fragen haben oder unsicher sind, rufen Sie seine Vermittlerin an. Sie kennt ihn und seine Geschichte, berät Sie ehrlich und hilft Ihnen gern dabei herauszufinden, ob Rafeed der Hund ist, der schon so lange auf Sie wartet.
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Rafeeds Blick scheint etwas ungläubig, als könne er es noch immer nicht fassen, als wolle er endlich eine Antwort auf die Frage «wo bin ich denn hier gelandet?». Kein Wunder, denn unser hübscher, etwa 4-jähriger Rüde ist erst seit Ende August 2025 in einem dieser großen, lauten, schrecklichen Hundegefängnisse eingesperrt und die Bilder von ihm wurden rund zwei Wochen nach seiner Ankunft aufgenommen.
Wie bei den allermeisten unserer Schützlinge kennen wir auch Rafeeds Vorgeschichte nicht. Aber im Gegensatz zu vielen seiner Leidensgenossen würden wir es bei ihm fast wagen zu behaupten, er habe vor nicht allzu langer Zeit ein Zuhause gehabt. Denn er hat ein schönes, schwarz-schimmerndes Fell, wirkt gepflegt, wohlgenährt und gesund, verhält sich Menschen und Hunden gegenüber gleichermaßen ruhig und freundlich und geht vorbildlich an der Leine.
Und was auf den Fotos und Videos von Rafeed zu sehen ist, unterstreichen die Tierschützer auch in ihrem Bericht vom September 2025. Der Rüde sei ein sehr lieber, gutmütiger Hund, schreiben sie, der seinen Zwinger friedlich mit Rüden und Hündinnen teile. Zu Beginn habe er sich den fremden Besuchern gegenüber etwas reserviert gezeigt. Aber: «Es hat nicht sehr lange gedauert, und Rafeeds Zurückhaltung hat seiner Neugierde Platz gemacht. Er ist mutiger geworden und hat sich von uns streicheln lassen. Rafeed ist ein äußerst lieber Hund und scheint unkompliziert zu sein.» Und abgesehen davon ist er mit vier Jahren in einem sehr guten Alter, noch immer jung und agil, aber nicht mehr wild und mit Flausen im Kopf wie ein Welpe oder ein Hunde-Teenager. Und er hat eine praktische Größe, passt in jedes Auto, könnte Bahn fahren lernen, vielleicht sogar kurze Strecken im Fahrradanhänger mitfahren und würde unter Umständen auch artig ein paar Stunden im Büro «mitarbeiten», natürlich von einem weich gepolsterten Körbchen aus und mit geschlossenen Augen.
Geschätzte Hundefreundinnen und Hundefreunde, vielleicht lesen Sie Rafeeds Beschreibung ja tatsächlich, weil Sie auf der Suche nach einem neuen besten Freund auf vier Pfoten sind. Und Sie haben sich schon ein wenig in Rafeed verliebt, stimmt’s? Und Sie haben sich Rafeeds Fotos mehr als einmal angesehen und entdeckt, was man auf den ersten Blick vielleicht nicht sofort bemerkt, habe ich recht? Das schöne schwarze Fell und die wunderbar warmen, kastanienbraunen Augen sind offensichtlich. Vielleicht auch, dass Rafeed nur links, sowohl bei der Vorder- als auch bei der Hinterpfote, weiße «Zehen» zu haben scheint. Nein, was ich meine und Sie schon lange gesehen haben, ist der kleine Drache auf Rafeeds Brust: Die weiße Fellzeichnung vorne sieht tatsächlich ein wenig aus wie das asiatische Symbol für Glück und Stärke. Möge es den kleinen Rafeed beschützen, wollen wir noch hinzufügen, denn Glück, Stärke und Schutz kann er im Moment sehr gut gebrauchen.
Vielleicht sind ja genau Sie Rafeeds Glück, sein Ticket in die Freiheit, zu einer ihn liebenden und respektierenden Familie? Vielleicht möchten Sie Rafeeds Fels in der Brandung werden, jemand, auf den er sich auf immer und ewig verlassen kann? Sie haben Verständnis für einen Hund, der erst mal ankommen muss, der in einer komplett neuen Umgebung sich erst mal einsortieren, alles beschnuppern muss, vielleicht nicht vom ersten Tag an stubenrein ist? Sie sind wetterfest und bereit, die nächsten (hoffentlich mehr als) zehn Jahre jeden Tag, bei Wind und Wetter, mit Rafeed Abenteuerspaziergänge durch Feld und Wald zu unternehmen? Ihm die Welt zeigen und beweisen, dass Liebe stärker ist als alles andere.
Falls dem so sein sollte, dann kontaktieren Sie doch einfach Rafeeds Vermittlerin, damit ihm ein trauriger, kalter Winter im Gefängnis erspart bleibt. Wir danken Ihnen im Voraus und freuen uns auf Sie!
Steckbrief
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Herkunftsland:Italien
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Geschlecht:männlich
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Geburtsdatum:03.01.2009
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Kastriert:ja
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Grösse:Mittel (10 kg–25 kg)
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Rasse:Mischling
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Fellart:Kurzhaar
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Gechippt:ja
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Verträglich mit:Hunden
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Gebühr:Euro 515
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Aufenthaltsort:Tierheim
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Aufenthaltsland:Italien
Kontakt
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