Radelon - Den letzten Rest geborgen sein ?
Beschreibung
Geboren 2017, irgendwo, dann 2019 Opfer eines Autounfalls, gebrochene rechte Vorderpfote, es folgten ein Klinikaufenthalt mit Operation und Amputation zweier Zehen. Nächste Station, ohne Umwege: Canile - ein Hundegefängnis, aus dem (fast) keiner entkommt, schon gar nicht Versehrte. Dann sieben zähflüssige Jahre nichts. Über 2’500 Tage und Nächte im Kerker, ummauert und umgittert, die Lage hoffnungslos. Das ist die kurze Geschichte unseres großen Radelon.
Der schneeweiße Radelon ist nicht nur groß in seiner Statur, nein, er ist ein großer Charakter. Trotz aller Widrigkeiten, trotz Schmerzen und Einsamkeit ist Radelon ein lieber, geselliger und gutmütiger Rüde geblieben.
Jetzt, im Oktober 2026, ist er fast zehn Jahre alt und seit sieben Jahren ohne nennenswerten Input. Einzig seine wechselnden Mitgefangenen, Rüden und Hündinnen gleichermaßen, bringen etwas Farbe in den trostlosen Alltag. Radelon scheint einer dieser Hunde zu sein, die sich mit vielem irgendwie arrangieren und sich mit allen verstehen. Die mit einer Weisheit ausgestattet sind, die von unnötigen Konflikten abrät. Radelon ist ein Maremmano, Weisheit und Intelligenz, genau wie eigenständiges Denken oder Verantwortung übernehmen gehören mit zu den Eigenschaften dieser Rasse. Maremmanen sind über Generationen gezüchtet worden, um Schafherden furchtlos beschützen und verteidigen zu können und sie selbständig und sicher über weite Strecken von A nach B zu begleiten. Das wäre in Teilen Radelons genetisches Programm.
Doch leider hat es ihn an einem düsteren Tag in dieses Gefängnis verschlagen, wo nur schon der Gedanke an weite Felder und Schafherden klingt wie aus einer fernen Galaxie. Und dann ist da auch noch seine Pfote. Ihr Zustand macht ihn zu einem absoluten Notfall, denn es ist nicht ausgeschlossen, dass er Schmerzen hat. Seit Jahren. Vielleicht könnte eine genauere medizinische Abklärung Linderung verschaffen. Ob es mithilfe eines guten Tierarztes oder einer zuverlässigen Tierklinik noch Verbesserungspotenzial gibt, können wir leider nicht sagen. Da, wo Radelon eingepfercht lebt, interessiert sein Zustand niemanden.
Die mit uns befreundeten Tierschützer, die Radelon im September 2026 das erste Mal besuchen durften, haben beobachtet, dass er trotz seiner Einschränkung neugierig und bewegungsfreudig geblieben ist. Er gehe auch ziemlich gut an der Leine, sei an allem interessiert und wäre am liebsten den Rest des Tages, ach was, den Rest seines Lebens auf der Wiese geblieben. Hätte weiter geschnuppert, sich von seiner Nase in die hintersten Ecken führen lassen, sich in die Sonne gelegt, zwischendurch an einem Knochen genagt, wäre irgendwann eingedöst, bis eine sanfte Stimme ihm ins Ohr geflüstert hätte: «Radelon, mein lieber Großer, wie schön, dass es dich gibt und wir zwei einander gefunden haben». Radelon hätte zufrieden geseufzt im Wissen, endlich von jemandem geliebt zu werden.
Diesen Traum, den wir für Radelon träumen, ist leider erst Wunschdenken. Aber mithilfe von Menschen wie Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, kann aus diesem Traum Realität werden. Gemeinsam finden wir jemanden, der ländlich wohnt, einen hundesicher eingezäunten Garten hat, sich bestenfalls mit Herdenschutzhunden auskennt (siehe dazu auch unsere Infoseite auf unserer Website) und genügend Zeit und Empathie mitbringt, um einem versehrten, ehemaligen Häftling die Freiheit Schritt für Schritt näher zu bringen.
Radelon hat nun schon so lange gekämpft, hat ausgeharrt und ist trotz allem ein sozialer, aufgeschlossener Hund geblieben. Jetzt braucht er endlich Hilfe und wir sind die einzigen, die ihm diese Hilfe geben können. Machen Sie mit? Falls Sie Radelon ein Zuhause bieten können, freut sich seine Vermittlerin auf Ihre Kontaktaufnahme.
Steckbrief
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Herkunftsland:Italien
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Geschlecht:männlich
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Geburtsdatum:01.01.2017
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Kastriert:ja
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Grösse:Gross (25 kg–45 kg)
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Rasse:Maremmano Mischling
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Fellart:Kurzhaar
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Gechippt:ja
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Verträglich mit:Hunden
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Gebühr:auf Anfrage
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Aufenthaltsort:Tierheim
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Aufenthaltsland:Italien
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