Narelle - das Omen auf der Brust
Beschreibung
Wahrscheinlich ein knappes Jahr durfte Narelle bei jemandem sein. Vielleicht als Familienhund, vielleicht als Accessoire - Narelle ist eine Molosser Mischlingshündin, in gewissen Kreisen gilt dieses Rassespektrum als Statussymbol. Jedenfalls wurde dieser Jemand Narelles ziemlich bald mal überdrüssig, da war sie ungefähr ein Jahr alt. Noch nicht einmal ausgewachsen, dafür wissbegierig, lernwillig, voller Freude auf ein schönes Hundeleben. Aber Narelle musste weg, in ein Hundelager. In ein Hundegefängnis, um es genauer zu beschreiben. Ein von allen guten Geistern verlassener Ort, in welchem Hunde unverschuldet hinter Mauern und Gittern weggesperrt werden, ihr Leben dort verschwenden, während die Besitzer dieses Schandfleckens auf Erden von der Kommune für jeden Hund, den sie «versorgen», gut Geld erhalten.
Im Oktober 2025 kam Narelle zusammen mit einem Rüden im Gefängnis an, und im September 2026, ein gutes Jahr später, durften die mit uns befreundeten Tierschützer die Hündin das erste Mal besuchen. Was Narelle in diesem Jahr getan hat? Vermutlich auf ihren Ex-Jemand gewartet, sich gelangweilt, ist hin und her getigert, hat sich hingelegt, sich wieder aufgerappelt, ein erneuter Gang an die Gitterstäbe, ihrem Unmut und Unwohlsein vielleicht mit Bellen Luft verschafft. Wir wissen es nicht, aber für eine junge, lebhafte Hündin wie unsere wunderhübsche Narelle muss das Gefängnis eine Qual sein.
Zum unerwarteten Besuch war die fast schwarze Hündin von jetzt auf gleich freundlich, zugänglich, lieb. Nichts mit Zurückhaltung, Angst oder Vorsicht. Von Aggression sowieso keine Spur, und an der Leine konnte sie auch ganz ordentlich gehen. Narelle freute sich wie Bolle, dass endlich mal etwas passierte, dass sie auf eine Wiese durfte, wenn auch nur für sehr kurze Zeit. Sie wäre am liebsten jeder Mücke, jedem raschelnden Blatt hinterher gehüpft, war überschwänglich und lebhaft.
Wer kann ihr das kurze Nimmersattwerden verdenken? Nach einem Jahr Stillstand plötzlich so viele Gerüche, Geräusche, freundliche Menschen und wieder einmal Gras unter den Pfoten. Narelle hat in den wenigen Augenblicken draußen versucht, alles in sich aufzusaugen, all das Verpasste auf einmal nachzuholen. Bevor sie dann wieder zurück in ihr Verließ musste. Und wahrscheinlich einmal mehr die Welt nicht mehr verstand.
Wir setzen nun alle Hebel in Bewegung, damit Narelle nicht noch länger hinter Gittern warten muss auf den einen Tag, an dem alles anders wird. Deshalb sind wir auf der dringenden Suche nach Menschen, die Narelles Freude am Leben, an Bewegung und frischer Luft teilen. Die hundeerfahren sind, bestenfalls sogar Erfahrung mit und eine Schwäche für Molosser mitbringen. Die Zeit und Geduld haben, einer Herzenshündin das zu geben, was sie braucht: Liebe und Respekt, Struktur und Führung, Spiel und Spaß, aber auch Ruhe und viel Zeit, um im neuen Leben anzukommen. Narelle versteht sich mit Rüden, möchte ihr neues Zuhause aber weder mit Hündinnen noch mit Katzen teilen. Aber vielleicht mit Ihnen…
Können Sie sich ein Leben mit Narelle vorstellen, liebe Leserin, lieber Leser? Dann haben Sie vielleicht die Fotos schon gesehen und sich verliebt. Und Ihrem Blick ist wahrscheinlich Narelles kleines Kunstwerk nicht entgangen: Auf der Brust trägt sie, weiß auf schwarz, eine Zeichnung, die fast aussieht wie ein flatternder Vogel, der einen sitzenden Vogel berührt. Oder ihm etwas von weiten Lüften und Freiheit erzählt. Wenn das kein Omen ist… Falls Sie Narelle Freiheit und ein Zuhause schenken können, dann freut sich ihre Vermittlerin auf Ihre Kontaktaufnahme.
Ein Videi finden Sie auf unserer Website.
Bitte beachten Sie die bestimmungen in ihrem Wohnkanton.
Steckbrief
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Herkunftsland:Italien
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Geschlecht:weiblich
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Geburtsdatum:01.10.2024
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Kastriert:ja
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Grösse:Mittel (10 kg–25 kg)
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Rasse:Mischling
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Fellart:Kurzhaar
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Gechippt:ja
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Verträglich mit:Hunden
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Gebühr:Euro 515
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Aufenthaltsort:Tierheim
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Aufenthaltsland:Italien
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