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Melue - Wiesen, Felder, den Horizont berühren

Tierschutz

Beschreibung

Update Oktober 2026  - Wenn ein paar Meter alles verändern

Zwischen Melue und dem Menschen liegen nur ein paar Meter – und eine Zwingertür. Im Zwinger versucht Melue, möglichst viel Abstand zwischen sich und den Menschen zu bringen. Sie kennt diesen Ort, jeden Winkel, jedes Gitter, jede Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Und genau das tut sie. Sie weicht aus, versteckt sich und macht sich so klein, als könnte sie dadurch ein wenig unsichtbarer werden.

Dabei sind es manchmal nur wenige Meter, die sie vom Menschen trennen. Und eine Tür. Dann öffnet sich diese Tür. Melue kommt heraus – und etwas verändert sich. Nicht vollständig, sie wird nicht auf einmal mutig und läuft auch nicht freudig auf Menschen zu. Aber sie wird ruhiger. Sie bleibt scheu und unsicher, wirkt manchmal fast ratlos, wenn jemand einfach freundlich bei ihr ist. Doch sie bleibt. Sie lässt Nähe zu. Sie lässt sich berühren.

Für Melue ist das viel, denn draußen müsste eigentlich alles schwerer sein. Dort ist nichts vertraut. Keine Ecke, hinter der sie verschwinden kann, kein gewohnter Ablauf, an dem sie sich festhalten könnte. Und trotzdem gelingt ihr ausgerechnet dort etwas, das ihr hinter der Zwingertür so schwerfällt: Sie hält den Menschen ein kleines bisschen näher bei sich aus.

Melue ist inzwischen etwa 57 Zentimeter groß und lebt mit zwei Rüden zusammen, einer davon ist ihr Bruder Meloch. An der Leine laufen hat sie nie gelernt. Spaziergänge kennt sie nicht. Einen Menschen, an dem sie sich orientieren kann, ebenfalls nicht. Vielleicht ist deshalb diese Zwingertür mehr als nur Metall zwischen zwei Bereichen. Auf der einen Seite liegt das Leben, das Melue kennt: ausweichen, verstecken, Abstand halten. Auf der anderen Seite beginnt etwas, das sie noch gar nicht richtig kennt: eine Hand, die nichts fordert. Ein Mensch, der nicht drängt. Nähe, vor der man vielleicht irgendwann nicht mehr davonlaufen muss.

Für Melue beginnt Nähe vielleicht nicht mit einer Berührung, sondern mit einer geöffneten Tür. Wenn Sie ihr diesen Anfang schenken möchten, rufen Sie bitte ihre Vermittlerin an.

 

Ein Video finden Sie auf unserer Website.

 

Die Geschwister Melue und Meloch sind mit circa neun Wochen in ein Canile gekommen. Hoffen wir, dass sie bis dahin bei ihrer Mutter und noch eventuell bei wahrscheinlich existierenden Geschwistern verbleiben durften, bevor sie eingeliefert worden sind. Ihre Aufgabe dort besteht darin, den Betreibern durch ihr Dasein Geld einzubringen. Um den höchstmöglichen Gewinn nicht zu schmälern, sollen sie natürlich weder krank werden noch zu viel des minderwertigen Futters verbrauchen. Sterben wäre eine wirtschaftlich schlechte Option und die Vermittlung und damit der Verlust der jungen Geldmaschinen auch.

Jetzt kommen Sie ins Spiel, liebe interessierte Leser. Sie können hier einen dicken Strich durch die Rechnung machen. Denn: die beiden Geschwister haben im Gegensatz zu vielen anderen Hunden hier eine Identität, Namen, eigene Videos und die Erlaubnis bekommen, aus dem dreckigen Gehege herausgeholt zu werden.

Doch, wo wir grade über die Identität schreiben…wer sind die beiden eigentlich und was könnte sie zu genau Ihrem Begleiter machen?

Sie sind optisch und demnach wohl auch genetisch Herdenschutzhunde. Maremmanen. Stolze, unabhängige und trotzdem dem Menschen gefällig sein wollende, intelligente Tiere, die auf Augenhöhe mit dem Menschen als Partner interagieren möchten. 

So wurden sie für das Bewachen und Beschützen von Herden gezüchtet.

Hier sehen wir aber nicht fröhliche, zutrauliche Welpen, sondern zutiefst verunsicherte Hundekinder, die entweder kaum Kontakt zu Menschen hatten oder vielleicht sogar schlechte Erfahrungen gemacht haben. Auf Berührungen reagieren die beiden erst einmal mit einer Starre; sie versteinern und hoffen, dass es vorbei geht. Auch wenn der Körper sich nicht mehr bewegt, rast das kleine Herz sicher umso mehr. Die Erfahrung, dass das Berühren durch die Tierschützer auch bei längerer Dauer nicht schmerzhaft oder besitzergreifend wird, scheint beide Hunde zu ermuntern, wenigstens einmal an der Hand zu schnuppern und Blickkontakt zu suchen. Und egal, wie ungewohnt der Besuch für sie ist - sie zeigen nach und nach Interesse und unternehmen keinerlei Abwehrversuche. 

Ob sie wissen, dass der Besuch der erste Schritt in Richtung eines Zuhauses war? Ob sie ahnen, dass ihre Welt viel größer als das Gehege, in dem sie friedlich mit Rüden und Hündinnen zusammenleben, ist?

Ob sie in der Nacht nach dem Besuch wohl von weiten Wiesen, Feldern und schattigen Plätzen geträumt haben?

Ob sie ahnen, dass es Menschen gibt, die mit ihnen bis zum Horizont schauen und sich an ihrer Einzigartigkeit freuen können?

Sie lernen hier zwei wunderschöne Hunde kennen, die entdeckt werden wollen, die ein wenig Zeit brauchen werden, bis sie alles zeigen, was in ihnen steckt. Zwei Tiere, die die Geduld sicherlich wert sind und es Ihnen danken werden.

Bitte lesen Sie auf unserer Homepage die Beschreibung der Herdenschützer und melden sich bei der Vermittlerin von Melue, wenn Sie in der Hündin Ihre Begleitung für die nächsten, hoffentlich zahlreichen Jahre erkennen.

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Steckbrief

Alter: 11 Monate
  • Herkunftsland:
    Italien
  • Geschlecht:
    weiblich
  • Geburtsdatum:
    01.11.2025
  • Kastriert:
    ja
  • Grösse:
    Mittel (10 kg–25 kg)
  • Rasse:
    Maremmano Mischling
  • Fellart:
    Kurzhaar
  • Gechippt:
    ja
  • Verträglich mit:
    Hunden
  • Gebühr:
    Euro 570
  • Aufenthaltsort:
    Tierheim
  • Aufenthaltsland:
    Italien

Kontakt


1.

Bei Interesse an einem Tier immer zuerst Kontakt aufnehmen. Direkte Besuche sind nie erwünscht!

2.

Beschreiben Sie Ihre Wohn- und Lebenssituation, damit man sich ein Bild machen kann.

3.

Haben Sie Geduld. Die Meisten arbeiten ehrenamtlich und sind nicht ständig online.

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