Damarius - niemals ist eine schrecklich lange Zeit
Beschreibung
Manchmal frag ich mich: Gibt’s irgendwo da draußen wirklich noch Nimmerland? Oder ist das hier, zwischen Betongittern und nassen Wänden, einfach das Ende der Karte? Seit ich denken kann, lebe ich in diesem grauen Labyrinth. War kaum aus dem Gröbsten raus – drei Monate alt, ganz genau – da hat mich das Leben hier abgeladen. Seitdem? Warteliste. Keine Feen, kein Abenteuer, kein Rauskommen.
Wir waren mal zu sechst, richtig starke Jungs. Bis auf Dayton und mich haben es alle irgendwie geschafft, der Leuchtturm hat geblinkt und sie haben ihr Glück gefunden. Aber Dayton und ich – wir sitzen noch immer hier fest, Tag für Tag. Ein paar Mädels und wir 2 Jungs in einem Zwinger. Aber ehrlich, das hier ist keine Bande, das ist eher wie Überlebenstruppe im Herzen der Nacht.
Jede Nacht seh ich denselben Traum: Wie die Gitter verschwinden, wie wir rennen dürfen, wie Grasspitzen die Pfoten kitzeln und Sonne sagt, dass es noch was anderes gibt. Aber dann ist alles wieder grau. Die Wände, die Kälte, der Gestank. Manchmal brennt das in der Nase mehr als der Hunger im Bauch.
Was soll ich sagen? Ich geb mir Mühe, nicht durchzudrehen. Leute kommen vorbei, machen Fotos, bringen mal ein Lächeln, mal ‘ne Handvoll Kraulen. Das tut gut, Mann. Ich steh dann da, wie ein kleiner Kapitän, lass mich anfassen, schau freundlich – vielleicht reicht’s, dass mich endlich einer mitnimmt? Ich hoffe es wirklich. Ich geb die Hoffnung nicht auf, weißt du?
Mit meinem Bruder Dayton verbindet mich mehr als nur das Gitter zum Nachbarzwinger. Wir halten zusammen, reden nicht viel, aber wissen, was Sache ist. In den Augen das gleiche Flackern, wenn in der Ferne einer ruft, dass jemand abgeholt wird. Manchmal sag ich mir: “Heute sind wir dran!” Aber immer ist es ein anderer.
Ich geb mich so cool, wie’s geht. Menschen mag ich noch immer. Ich geh auf sie zu, lass mich überall anfassen, tu so, als wär ich stark. Doch manchmal, wenn’s zu laut wird oder irgendein fremdes Geräusch durchs Lager donnert, dann hau ich mich auf’n Boden und warte einfach, dass es wieder vorübergeht. Das passiert oft. Zu oft. Aber wenigstens werd ich nicht hart oder böse dabei. Immer noch freundlich, immer noch der Typ, der es allen recht machen will.
Die alten Narben an den Vorderläufen sind nicht Herkunft, die sind Geschichte. Für jeden, der hinschaut: Ja, das war hier nicht einfach. Man kriegt was ab, wenn man ‘ne Nummer zu schwach ist oder zur falschen Zeit am falschen Hundenapf steht. Hab viel gesehen, zu viel vielleicht. Trotzdem bin ich kein Stinker geworden – im Gegenteil.
Neulich haben mir die Tierschützer eine Katze gezeigt, echt jetzt. Endlich mal was anderes als die üblichen Gesichter im Zwinger! Ich bin entspannt und freundlich auf sie zu, ganz zuversichtlich – wer weiß, vielleicht hätte das ja eine richtig schöne Freundschaft werden können. Erst lief alles locker, ich blieb ruhig und hab mich von meiner besten Seite gezeigt. Aber dann hat die Katze ganz deutlich gemacht, dass sie lieber für sich bleiben möchte. Da hab ich mich sofort hingeworfen.
Und so sitz ich hier. Warte – nicht nur auf Nimmerland, sondern auf mein echtes Ticket raus. Such keinen Helden, such nur jemanden, der sieht, dass auch verlorene Jungs noch Träume haben. Vielleicht bist du der, der mir zeigt, dass Hoffnung keine Spinnerei ist. Dass draußen mehr wartet als graue Wände.
Crew der verlorenen Jungs, Tag X. Noch immer in Stellung. Noch immer bereit für meinen ersten echten Heimathafen.
Videos und seine ganze Geschichte finden Sie auf unserer Website.
Steckbrief
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Herkunftsland:Italien
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Geschlecht:männlich
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Geburtsdatum:01.11.2022
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Kastriert:ja
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Grösse:Gross (25 kg–45 kg)
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Rasse:Maremmano Mischling
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Fellart:Kurzhaar
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Gechippt:ja
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Verträglich mit:Hunden
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Gebühr:Euro 515
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Aufenthaltsort:Tierheim
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Aufenthaltsland:Italien
Kontakt
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