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Jontar - Die Geschichte, die keiner liest...

Tierschutz

Beschreibung

Neuer Tag. Kein Name. Kein Blick bleibt auf mir hängen. Mein Fell stumpf, mein Körper schwer.Was Hoffnung war, ist jetzt zu viel auf den Knochen, zu wenig auf der Seele. Die Tage tropfen vom Zwingerboden, immer tiefer, wie kalter Regen an Beton.

Liebes Leben, ich weiß nicht, ob dich jemals jemand liest. Aber ich schreibe das hier trotzdem. Vielleicht ist irgendwo draußen jemand, der meinen Namen ausspricht – wenigstens einmal, laut oder im Kopf, einfach so, damit ich für einen Moment existiere. Sie sagten zu mir: „Wart ab, irgendwann kommt deine Familie.“ Und ich habe gewartet. Jeden einzelnen Tag. 365 Tage. 730. Jetzt geht es auf 1500 zu. Tag für Tag habe ich das Licht der Jahreszeiten gezählt, die Kälte im Zwingerboden gespürt. Ich habe gelernt, mich leise zu machen, damit man mich nicht übersieht ... aber vielleicht war ich irgendwann zu leise und bin einfach verschwunden.

Zwei Monate alt. Eine Box. Beton statt Wiese. Das erste Jahr vergeht. Das zweite. Das dritte. Das vierte. Niemand fragt nach mir.

Hunde kommen, Hunde gehen. Sie holen Jozefina, meine Schwester. Sie lacht auf Fotos. Ich nicht. Ich bleibe zurück, runder, stiller, müder. Aber manchmal frage ich mich, wann endlich mein Bild zum Lieblingsbild von jemanden wird.

Meine Freunde Jacoby und Betsy. Wir teilen das Warten, aber nicht die Hoffnung. Was einmal Welpenmut hieß, ist jetzt ein unsichtiger, dicker Hund mit ruhigen, traurigen Augen. Die Jahre haben mir die Muskeln genommen und Mut und fast die Stimme. Wer hinsieht, sieht zu viel Gewicht und zu wenig Glanz.

Ich mache alles richtig. Ich dränge mich nicht vor, belle nicht, halte durch. Ich lasse mir vorsichtig das Halsband anlegen, folge tapfer, stehe leise da. Die Tierschützer sagen, ich sei folgsam, sanft, vorsichtig hoffnungsvoll – aber ich frage mich: Liest das überhaupt jemand? Oder ist auch das nur ein Satz, der im Aktenordner landet?

Darf ich dich was fragen, du da draußen? Warum war ich nie der, auf den jemand gewartet hat? Warum wurde ich unsichtbar? Ich will doch einfach nur ankommen. Spüren, wie mein Herz leise wird, weil es nicht mehr so sehr weh tun muss. Ich will wissen, wie es ist, wenn das eigene Leben wirklich beginnt – und nicht nur weitergeht, immer hinter Gittern, Tag für Tag, Jahr für Jahr.

Wenn du mich liest – wirklich liest –, dann pass bitte auf, dass ich dir nicht zu schnell wieder entgleite. Ich bin Jontar. Ich habe dich mein ganzes Leben lang gesucht.

Und ich hoffe immer noch, dass auch meine Geschichte endlich jemand zu Ende liest.

Vielleicht schreibst du ja das Happy End.

 

Jontar - Bitte, bitte helft uns! Es bricht uns das Herz mitansehen zu müssen, wie im Hundelager aus einer Schar Welpen erwachsene Hunde werden, irgendwie unter dem Radar. Anders als dass das hübsche Rudel übersehen wurde, können wir es uns nicht erklären, dass die allerliebsten Geschwister Jontar, Jorik, Jacoby, Jorina und Julinda - 3 Rüden, 2 Mädels - nach fast drei Jahren noch immer in diesem furchterregenden Canile eingesperrt sind. Einzig ihre Schwester Jozefina, jetzt wird sie Josy genannt, wurde im Dezember 2023 von einer dieser weltbesten Familien adoptiert und lebt nun glücklich und geliebt in ihrem Zuhause.

Jontar und seine Geschwister würden genauso gern wie Jozefina die weite Welt kennenlernen: Gras unter den Füßen, liebe Menschen um sich, täglich schöne Spaziergänge, viel gutes Futter und dazwischen mal ein Leckerlie; und endlich mal etwas lernen dürfen, oder einfach nur in der Sonne liegen im Wissen, dass nichts passieren kann, außer der neue Lieblingsmensch würde mit der Leine in der Hand zu einem Streifzug durch Feld und Wald einladen. Das sind eigentlich bescheidene Wünsche, die wir für Jontar, Jorik, Jacoby, Jorina und Julinda hegen, oder nicht?

Unser wunderbarer Jontar wird jetzt, im August 2024, drei Jahre alt. Bislang hat er alles verpasst, was ein Hund in der Welpenzeit, im Junghundealter und nun als erwachsener Hund kennenlernen sollte. Oder das Recht hat, kennenzulernen. Aus diesem Grund werden er und seine Menschen im neuen Zuhause anfänglich etwas Geduld und Zeit brauchen. Die mit uns befreundeten Tierschützer, die Jontar Anfang August 2024 besuchen durften, beschreiben Jontar als sehr lieb und neugierig. Die Leine grusle ihn ein wenig, aber kein Wunder, er kennt das Gehen an der Leine ja auch nicht. Man habe Jontar angemerkt, dass er den Umgang mit (freundlichen) Menschen nicht gewohnt sei. Er habe zu Beginn des Besuches etwas zurückhaltend gewirkt, sei aber schon nach kurzer Zeit aufgetaut - seine Neugierde ist offenbar stärker als die Angst, es könnte etwas Unangenehmes geschehen. Und siehe da, nach ein paar Minuten ließ er sich sogar anfassen und muss laut den Aussagen der Tierschützer die Streicheleinheiten so richtig genossen haben.

Der langen Rede kurzer Sinn: Jozefina hat allen gezeigt, was in der J-Familie steckt. Liebe, freundliche Hunde, die bei liebevollen Menschen mit etwas Hundeerfahrung und Hundeverstand zu blühen beginnen. Jontar ist bereit für das richtige Leben. Und wartet nur noch auf SIE! Jontars Vermittlerin freut sich jedenfalls auf Ihren Anruf.

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Steckbrief

Alter: 4 Jahre
  • Herkunftsland:
    Italien
  • Geschlecht:
    männlich
  • Geburtsdatum:
    25.08.2021
  • Kastriert:
    ja
  • Grösse:
    Gross (25 kg–45 kg)
  • Rasse:
    Mischling
  • Fellart:
    Kurzhaar
  • Gechippt:
    ja
  • Verträglich mit:
    Hunden
  • Gebühr:
    Euro 515
  • Aufenthaltsort:
    Tierheim
  • Aufenthaltsland:
    Italien

Kontakt


1.

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2.

Beschreiben Sie Ihre Wohn- und Lebenssituation, damit man sich ein Bild machen kann.

3.

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