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Cesny - Noch ist es nicht zu spät, aber es wird höchste Zeit!

Senior

Beschreibung

Update August 2026:Cesny – nach all den Jahren wartet er noch immer!

Cesny kam bereits 2016 als kleiner Welpe in unsere Vermittlung – und kaum zu glauben: Noch immer wartet dieser menschenbezogene, liebevolle Hundemann auf seine Chance.

Viele Jahre im Canile haben Spuren hinterlassen. Mit anderen Hunden ist Cesny nicht immer unkompliziert, doch Menschen gegenüber zeigt er eine ganz andere Seite: anhänglich, verschmust und voller Lebensfreude. Seine langjährige Gefährtin Carolita ist inzwischen verstorben – umso mehr wünschen wir uns, dass Cesny seine verbleibende Zeit nicht hinter Zwingergittern verbringen muss.

Vielleicht darf Cesny schon bald aus dem Canile in sein eigenes Zuhause umziehen – dorthin, wo Freiheit, Liebe und Geborgenheit für immer auf ihn warten. Bist Du dieser besondere Mensch, auf den Cesny schon so lange wartet?

Ein Video und seine ganze Geschichte finden Sie auf unserer Website.

Update März 2026 – Wie auch?

2016 war Cesny noch „ein Hund“, von dem man schrieb: menschenbezogen, verspielt – und er konnte an der Leine gehen. „Bei wem darf ich mich bewerben? Ich bin ja so gespannt…“ So endete Cesnys Vorstellungstext im Jahr 2016.

Dieser Satz tut heute anders weh. Weil „ich bin so gespannt“ nach Vorfreude klingt. Nach Aufbruch. Nach: Gleich geht mein Leben los. Da war Hoffnung zwischen den Zeilen. Da klang es, als müsste man ihn nur abholen und anfangen.

Und dann vergingen Jahre. 5 Fünf Jahre später erfuhren wir, was man selten so deutlich ausspricht: Cesny saß in Einzelhaft. Reizarm. Beton. Allein. Nicht, weil er gefährlich war – sondern weil er klettert, weil er springt, weil er Zäune überwindet. Ein „Jumper“. Ein Hund, der raus will. Und genau deshalb wurde er noch mehr eingesperrt. Ab da stand da nicht mehr: „läuft gut an der Leine“. Ab da stand da: schwierig zu managen, braucht Training.

Und man möchte schreien: Wie auch? Wie soll ein Hund, der sein Leben allein in einem Betonzwinger verbringt, anständig an der Leine gehen? Wie soll er ruhig bleiben, wenn draußen alles explodiert: Gerüche, Bewegung, Geräusche – das ganze Leben? Wie soll er lernen, was Alltag ist, wenn sein Alltag aus Warten besteht? Cesny hat nicht verlernt, „brav“ zu sein. Er hat verpasst, überhaupt leben zu dürfen.

Heute ist 2026. Cesny ist Senior. Und er wartet immer noch. Zehn Jahre sind vergangen, seit er „so gespannt“ war. Zehn Jahre, in denen niemand kam. Zehn Jahre, in denen „gleich“ zu „irgendwann“ wurde – und „irgendwann“ zu nichts. Zehn Jahre, in denen seine Welt Beton war und nie Leben. Zehn Jahre, in denen ein Hund nicht älter wurde, weil er glücklich gelebt hat – sondern weil man ihn in einem Betonzwinger hat vergehen lassen.

Wenn er heute rauskommt und überdreht, dann ist das kein Trotz. Es ist ein Hund, der nach Jahren in Reizarmut für Minuten alles auf einmal bekommt. Ein Hund, der nie die Chance hatte, die Welt so kennenzulernen, dass sie normal wird. Hier sitzt die eigentliche Wahrheit dahinter: Weil man einem Hund nicht erst das Leben nimmt und dann verlangt, dass er sich benimmt, sobald man die Tür öffnet.

Und das ist die bittere Ironie: Er war „so gespannt“ auf ein Leben, das nie anfing. So gespannt auf Spaziergänge, die nie stattfanden. So gespannt auf ein Zuhause, das nie kam. Heute sitzt Cesny noch immer allein in seiner Einzelbox aus Beton – reizarm, still, Tag für Tag. Und wenn die Tür aufgeht, merkt man sofort, was ihm all die Jahre gefehlt hat: Er ist zu Menschen unglaublich sozial, menschenbezogen und selbstbewusst, als würde er jede Nähe aufsaugen, die er so lange entbehren musste. Er lässt sich ohne Probleme anfassen und streicheln.

Draußen ist ihm die Welt nicht vertraut. Gerüche, Bewegungen, Geräusche: Alles zieht ihn an, alles ist auf einmal, alles ist plötzlich „Leben“. Er braucht Training – ja. Vor allem aber braucht er endlich einen Menschen, der ihm geduldig zeigt, dass draußen nicht nur ein kurzer Ausnahmezustand ist, sondern Alltag sein darf.

Mit anderen Hunden beiderlei Geschlechts wurde er getestet. Er war bisher nie aggressiv. Aber er geht zu körperlich, zu aufdringlich in den Kontakt, dreht schnell hoch – wie ein Hund, der nie lernen durfte, sich in normalem Zusammensein zu regulieren.

Und jetzt lies diesen Satz noch einmal, langsam – mit dem Wissen, dass inzwischen 2026 ist „Bei wem darf ich mich bewerben? Ich bin ja so gespannt…“ Diese Frage steht seit 2016 im Raum. Nur die Antwort hat zehn Jahre lang gefehlt. Und vielleicht ist das die größte Enttäuschung: Dass aus dieser Vorfreude kein Anfang wurde. Dass aus dem hoffnungsvollen Welpen von damals ein Senior geworden ist, der immer noch nicht weiß, wie sich ein Zuhause anfühlt.

Wenn „so gespannt“ zehn Jahre dauert, ist es keine Vorfreude mehr – es ist Unrecht. Wenn Du helfen kannst dieses Unrecht zu beenden, ruf seine Vermittlerin an und frag nach Cesny.

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Steckbrief

Alter: 10 Jahre
  • Herkunftsland:
    Italien
  • Geschlecht:
    männlich
  • Geburtsdatum:
    01.01.2016
  • Kastriert:
    ja
  • Grösse:
    Mittel (10 kg–25 kg)
  • Rasse:
    Mischling
  • Fellart:
    Kurzhaar
  • Gechippt:
    ja
  • Verträglich mit:
    Hunden
  • Gebühr:
    auf Anfrage
  • Aufenthaltsort:
    Tierheim
  • Aufenthaltsland:
    Italien

Kontakt


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