Amara, w./kastr., geb. ca. 9/2017, Größe: ca. 70 cm
Beschreibung
Vorgeschichte:
Amara wurde offenbar ausgesetzt. Eines Tages tauchte sie in einer Siedlung auf, wo sie nach einem sicheren Unterschlupf suchte. Sie hatte Wunden und Stachel am ganzen Körper, die fest in ihrer Haut saßen, einige Wunden eiterten schon. Sie war außerdem übersät mit Flöhen und Zecken und sehr abgemagert. Wir wissen nicht, wer sie dort ausgesetzt hat oder woher sie ursprünglich kam. Einige Anwohner gaben ihr Futter. Andere hingegen hatten Angst vor so einem großen Hund und waren auch angewidert, weil sie in einem so schlechten Gesundheitszustand war. Diese Leute wollten schon die städtische „perrera“ (Tötungsstation) informieren, damit man sie abhole. Eine unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen fuhr los, um sie von der Straße zu holen. Ein paar Tage blieb Amara bei ihr, bis wir Platz in einem Zwinger für sie geschaffen hatten. Amara trug ein sehr eng anliegendes Halsband, aber sie hatte weder Chip noch trug sie einen sonstigen Hinweis, wer ihr früherer Besitzer gewesen sein könnte.
Verhalten zu Menschen:
Amara ist eine sehr freundliche und menschenbezogene Hündin, die sich sehr gerne streicheln lässt. Sie zeigt sich sehr verschmust. Auch beim Tierarzt lässt sie alle notwendigen Behandlungen ohne Probleme brav über sich ergehen lassen.
Wesen:
Amara ist ihrem Alter entsprechend nicht mehr hyperaktiv. Sie geht sehr gut an der Leine und zeigt keinerlei Ängste vor Straßenlärm, unbekannten Situationen oder Menschen. Auch im Auto fährt sie entspannt mit. Am liebsten schaut sie aus dem Fenster während der Fahrt.
Verträglichkeit mit Artgenossen:
In der Pflegefamilie zeigte sich Amara sowohl mit Rüden als auch mit Hündinnen verträglich. Im Tierheim ist ihr Verhältnis zu Hündinnen eher angespannt und auch Rüden müssen sich ihr unterordnen. Mit (ihrer Meinung nach) „netten“ Rüden spielte sie dann auch schon mal. Sie ist eine selbstbewusste, souveräne Hündin.
Sie geht sehr gerne spazieren. Im Tierheim geht sie auch in der Hundegruppe spazieren, allerdings hat sie gerne etwas Abstand zu anderen Hunden. Von sich aus ignoriert Amara die anderen Hunde und lässt sie in Ruhe. Sie möchte aber nicht von den anderen Hunden bedrängt werden.
Bei der Fütterung muss sie auf jeden Fall getrennt von den anderen versorgt werden. Amara ist sehr futterneidisch und duldet keine Konkurrenz am Futternapf. Sollten Sie sich überlegen, Amara als Zweithund zu Ihrem Rüden zu adoptieren, dann müssen Sie bei der Fütterung besondere Vorsicht walten lassen.
Wo soll Amara leben:
Für Amara suchen wir Menschen mit etwas Hundeerfahrung, die körperlich in der Lage sind, einen Hund ihrer Größe sicher zu führen.
Amara ist ein Herdenschutzhund-Mischling. Sie kann nicht in einer Etagenwohnung leben, sondern braucht zwingend ein Zuhause mit Haus und Garten. Ein ebenerdiger Zugang sollte außerdem gewährleistet sein. Eine ruhige Stadtrandlage, bzw. eine ländliche Umgebung wird bevorzugt.
Allgemeiner Hinweis:
Zu rassespezifischen Merkmalen und/oder möglichen generellen gesundheitlichen Problemen, die u. a. von der Anatomie eines Hundes abhängen können (z. B. kurze Beine i. V. m. langem Rücken, o. a. typische Probleme vieler großer Hunde, wie Magendrehung etc.) informieren wir Sie bei Interesse an dem Tier und den sich anschließenden Vermittlungsgesprächen gerne ausführlich.
Ausreise:
Amara ist bei Übergabe geimpft, gechipt, kastriert und auf Mittelmeerkrankheiten getestet.
Aufenthaltsort:
Tierheim in Albolote/Granada, Spanien seit 08/2019
Informationen zum Tierheim in Albolote, Spanien
Der Tierschutzverein Asociación Amigos de los Animales ist eine private Tierschutzorganisation und finanziert sich ausschließlich durch Spenden und Vermittlungsgebühren. Der Verein hat seit über 30 Jahren ein eigenes und durch die Behörden autorisiertes Tierheim, das sich in Albolote, einer Kleinstadt in der Nähe von Granada (Andalusien, Spanien), befindet. Im Tierheim selbst werden täglich ca. 50 Hunde und 20 Katzen versorgt. Weitere Tiere befinden sich in Pflegestellen bei Freiwilligen des Tierheims. Alle Mitarbeiter in Spanien und in Deutschland (Fellnasen aus Albolote) sind ehrenamtlich tätig und stecken viel Zeit, Engagement und Liebe in unser Ziel, möglichst vielen ausgesetzten und/oder misshandelten Tieren helfen zu können sowie Menschen zu helfen, die ihr Haustier - aus welchen Gründen auch immer - bei uns abgeben wollen.
Durch Vermittlungen und die damit eingehenden Schutzgebühren werden nicht annähernd die Kosten gedeckt, weshalb wir nach wie vor auf Spenden angewiesen sind. Mit Info-Ständen bei Veranstaltungen informieren wir über uns und das Thema Tierschutz, wir führen neben all der Arbeit mit unseren Tieren Kastrations-Kampagnen durch und besuchen mit den Hunden Schulen, Kindergärten und stellen unsere Arbeit in lokalen Fernseh-Sendern vor. Es soll sich schließlich auch langfristig etwas ändern in Spanien!
Bei der Mühe, die sich wirklich ALLE geben, ist ein Tierheim kein schöner Ort. Die Tiere haben zwar ein Dach über den Kopf und werden vollumfänglich versorgt, haben aber täglich nur zwei Stunden Freilauf in dem vor ihren Zwingern befindlichen Gehege während die Zwinger gereinigt werden. Zudem ist es laut und eng und sie sind extremen Witterungsverhältnissen ausgesetzt, denn in Granada ist es im Winter empfindlich kalt und regnerisch, während es im Sommer unglaublich heiß wird. Es ist und bleibt ein Tierheim, aber ganz sicher kein Ort, an dem ein Tier sein Leben verbringen sollte!
Ohne Vermittlungen ist dauerhaft kein Tierschutz möglich. Deshalb arbeiten alle Helferinnen und Helfer in Spanien und Deutschland Hand in Hand zusammen, um zu versuchen, für jedes unserer Tiere ein passendes Zuhause zu finden.
Helfen Sie uns, damit wir auch weiterhin vielen Fellnasen helfen können!
Kontakt:
Tierschutzverein Asociación Amigos de los Animales
Albolote/Granada (Spanien)
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Steckbrief
Alter:
8 Jahre
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Herkunftsland:Spanien
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Geschlecht:weiblich
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Geburtsdatum:01.09.2017
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Kastriert:ja
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Grösse:gross
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Rasse:Herdenschutzhund-Mix
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Fellart:Kurzhaar
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Gechippt:ja
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Verträglich mit:---
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Gebühr:---
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Aufenthaltsort:Tierheim
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Aufenthaltsland:spanien
Kontakt
1.
Bei Interesse an einem Tier immer zuerst Kontakt aufnehmen. Direkte Besuche sind nie erwünscht!
2.
Beschreiben Sie Ihre Wohn- und Lebenssituation, damit man sich ein Bild machen kann.
3.
Haben Sie Geduld. Die Meisten arbeiten ehrenamtlich und sind nicht ständig online.