Update Dezember 2025 - Metronom auf vier Pfoten sucht langsamen Takt
Sallustio steht auf und tut so, als gäbe es noch Ziele im Leben — man merkt ihm aber an, dass seine morgendliche To-do-Liste inzwischen hauptsächlich aus „Warten auf Streicheleinheiten“ und „Kartonfalten im Kopf“ besteht. Er teilt sich den Zwinger mit Peeke und Pattie; die drei bilden eine Art unkonventionellen Familienrat, in dem Sallustio die Rolle des gemütlich-knauserigen Vorsitzenden übernommen hat.
Gegenüber Menschen ist er ein hoffnungsloser Romantiker: Offen, kontaktfreudig und immer bereit für körperliche Nähe, als wäre jede Streicheleinheit ein kleiner Triumph über die Langeweile. Besuch kommt ihm vor wie ein Brief aus der alten Welt, und er liest ihn mit dem ganzen Gesicht — dankbar, etwas Aufregung und Zuwendung zu haben. Wer einmal seine schwere Pfote auf dem Schoß gespürt hat, weiß, dass Sallustio zwar nicht redet, aber alles sagt.
Im Zusammenleben mit anderen Hunden ist er souverän, mit einer Prise „Ich zuerst“. Ohne grundsätzliche Bosheit — er schiebt seine Boxenkameraden manchmal von uns weg, weil er unsere Aufmerksamkeit für eine exklusive Premiummarke hält. Größere Rüden sind ihm weniger geheuer; Hündinnen und kleinere Vierbeiner nimmt er hingegen meist gelassen an. Und wenn die Welt zu laut wird oder ihm die Aufregung über den Kopf wächst, hat er eine kleine, charmante Marotte: er klappert mit den Zähnen, als würde er heimlich versuchen, den Rhythmus der Zeit zurückzudrehen.
Was Sallustio wirklich braucht, ist kein Fitnessprogramm, kein Edelspielzeug und keine ausgefallene Diät — sondern ein Zuhause, das ihn ernst nimmt, ihn in die Familie holt und ihm wieder Aufgaben gibt, für die es sich lohnt aufzustehen. Menschen, die seinen Beschützerinstinkt schätzen, ihn führen ohne zu bedrängen und ihm mit Geduld begegnen, werden in ihm einen treuen Gefährten finden. Wenn Sie ihm dieses Glück schenken möchten, melden Sie sich bei uns — Sallustio zahlt in Hingabe; die Raten sind Streicheleinheiten.
Update März 2025 - Zugegeben, Sallustio war sicherlich schon einmal besser in Form. Unser weißer Riese hat sich in den mittlerweile über drei Jahren (Stand Januar 2025), die er im Canile-Zwinger feststeckt, das ein oder andere Gramm Kummerspeck zugelegt. Aber was soll man auch machen, wenn einem einfach alles genommen ist, wofür man brennt? Wenn man keine Aufgabe hat und die Zeit einfach nicht vergehen will? Was macht es da schon für einen Sinn, die paar Quadratmeter Betonboden zu etwas anderem unter die Pfoten zu nehmen, als um zu fressen? Richtig: gar keinen.
Was dagegen für einen Maremmano (Mischling) wie Sallustio wirklich Sinn macht, ist, sich um „seine Familie“ zu kümmern, auf sie Acht zu geben, über sie zu wachen. Und vor allem: bei ihr zu sein! Wie sehr unserem Sallustio genau dieser Familienanschluss fehlt, war ihm deutlich anzumerken, als unsere Tierschutzfreunde ihn besucht haben! Das Glücksgefühl stand im deutlich ins Gesicht geschrieben und unsere „Wuchtbrumme“ hat es sich nicht nehmen lassen, sofort auf Tuchfühlung zu gehen.
Unsere Mission kann es also daher nur sein, für diesen Menschenfreund so schnell wie möglich ein passendes Für-immer-Zuhause zu finden, in dem er geliebt und wertgeschätzt wird!
Sallustio ist ein selbstsicherer, intelligenter Zeitgenosse. Er zeigt sich im Canile verträglich mit Hündinnen und auch das Zusammentreffen mit einem kleinen Rüden verlief entspannt. Auf Hundeherren seines Kalibers könnte er allerdings verzichten.
Haben Sie sich schon ein bisschen in Sallustio verliebt?